5. Westerwald-Steig-Lauf bei strahlendem Sonnenschein

Bei der nunmehr fünften Auflage des Westerwald-Steig-Laufs gewannen Michael Meuer und Bianca Krah den zehn Kilometer langen „Jogginglauf“. Den Halbmarathon entschieden Frank Hardenack und Rieke Kaiser mit Hund Paula für sich.

Bei herrlichem Sonnenschein und idealen Bedingungen trafen sich am 3. Oktober 2015 mehr als 100 Laufbegeisterte an der Tourist-Information WällerLand am Wiesensee (TiWi) am spiegelglatten Wiesensee. Um Punkt 10 Uhr nahm die Mehrzahl der Angereisten den Halbmarathon in Angriff. Es ging nun Richtung Secker Weiher, über den Westerwald-Steig, die Holzbachschlucht und vorbei an weiteren attraktiven Sehenswürdigkeiten. Am Start zum Halbmarathon war auch diesmal wieder Jörg Schimitzek mit seinem Husky Nanuk.

Auch Jörg Schimitzek mit Nanuk war dabei

Schimitzek wurde durch sein Hilfsprojekt „Jörg läuft gegen Missbrauch“ bekannt und stellte vor kurzem ein neues Projekt vor, das er in Kooperation mit dem Westerwald Touristik-Service und der Laufschule Westerwald initiierte: einen Endurance Trail gegen sexuellen Missbrauch an Kindern.

Vom 17. bis 19. Juni des kommenden Jahres wird an drei Tagen von Herborn bis nach Hachenburg gelaufen. Auf der Homepage Endurance Trail werden weitere Informationen zu der besonderen Veranstaltung bereitgestellt.

Jörg Schimitzek und Nanu belegten übrigens den 45. Platz und freuten sich bei strahlendem Sonnenschein mit den zahlreichen Teilnehmern und Zuschauern über die gelungene Veranstaltung. „Jahr für Jahr läuft es sich leichter, ich bin jetzt mit Barfussschuhen unterwegs und Nanuk läuft ja total barfuss“, witzelte er. Und wer noch mehr Infos und Impressionen sucht, der wird auf Jörgs Website fündig.

Pünktlicher Startschuss

Just als eine Schar Kormorane auf dem See landete, fiel der Startschuss zum Zehn-Kilometer-Volkslauf und Nordic Walking. Susan Klimpke hätte mit ihrer Siegerzeit des Vorjahres geglänzt, sie setzte aber wegen des Endspurts im „Wäller Lauf-Cup“ hier aus.

Nina Engel von der veranstaltenden Tourist-Information WällerLand am Wiesensee (TiWi) entdeckte schließlich den ersten Läufer am Wiesenseeufer Richtung Ziel kommen. „Schwer und lang“, seufzte Michael Meuer vom Team Triathlon Dreikirchen. „Bis Kilometer 2,5 waren wir zusammen, dann hat Matthias Neuburger nachgelassen. „Der erste Kilometer ging recht steil bergauf, das war der schwierigste Part.

Hier musste man dosiert laufen, um nicht zu überpacen. Als es eben wurde und die flache Strecke folgte, kam die entscheidende Phase des Laufs, dort habe ich Gas gegeben. Die Temperaturen waren genau richtig zum Laufen und die Strecke landschaftlich reizvoll. Von da an lief ich alleine und hörte auch nicht mehr das Hundegebell, das schon seltsam war“, beschrieb er seinen Lauf. Neuburger belegte nach seinem Vorjahreserfolg diesmal Platz zwei. „Ich wollte schon die Zeit vom Vorjahr laufen, aber Michael hatte auf der Kuppe den Turbo eingelegt. Bin trotzdem zufrieden und freue mich auf den Töpferlauf in Ransbach“.

Das Gebell stammte von Ruby, der von Dietmar Janke geführt wurde. „Das war ein Vorbereitungslauf auf die deutsche Meisterschaft im Geländelauf mit Hund“, erklärte der deutsche Vizemeister, während Ruby ein Bad im Wiesensee nahm.

Die erste Frau im Ziel – Bianca Krah

Bianca Krah erreichte als erste Frau das Ziel und sagte: „Die Strecke ist landschaftlich wunderschön und die Bedingungen waren wieder optimal. Die 75 Höhenmeter sind nicht ohne, die ersten fünf Kilometer bin ich noch mit Christiane Ermert gelaufen.“

„Ich lag von Beginn an in Führung und habe es hier genossen“, berichtete Frank Hardenack, der aus dem Sauerland angereist war und mit sieben Minuten Vorsprung vor dem Langenhahner Sören Plag den Halbmarathon für sich entschied. Der Gewinner hatte nach eigenen Angaben sogar die Zeit, während des Laufs am „Mahnmal Katzenstein“ zu verweilen und die tolle Aussicht über Westerburg Richtung Watzenhahn zu genießen. Rieke Kaiser durchlief mit Ehemann Markus und dem Australian Shepherd Paula als schnellste Frau des Halbmarathons mit blutigen Knien die Ziellinie. „Ich bin gestürzt, aber es hat trotzdem riesigen Spaß gemacht. Paula ist nicht schuld, sie hat sich bei ihrem ersten Lauf toll geschlagen“, erklärte sie.

Ihre Schwester Inka, Gewinnerin des Vorjahres, empfing das Trio im Ziel, versprach im kommenden Jahr wieder teilzunehmen und lobte, wie so viele, die selektive Cross-Country-Strecke.

Keiner hat sich verlaufen

„Es hat sich diesmal wohl niemand verlaufen“, verkündete Martin Rudolph, der mit seinem Team wieder eine gelungene Laufveranstaltung auf die Beine stellte. „Ohne die tolle Mithilfe durch das Team der Laufgruppe Wäller Renntiere würde uns das nicht gelingen. An dieser Stelle unser Dank für die Unterstützung an der Strecke und hier an der Verpflegungsstation TiWi!“

Sabrina Seelbach „überholte zweimal die gleichen Leute“ und war dennoch zweitschnellste Frau des Tages über die lange Strecke. Petra Pritzer zeigte sich mit ihrem dritten Platz zufrieden: „Die Strecke ist das Besondere hier und das Wetter stimmt all die Jahre.“

Auch Neueinsteiger waren dabei. „Ich laufe erst seit März die zehn Kilometer und wollte unter einer Stunde bleiben“, verriet Thomas Schmidt aus Unnau, dessen zuschauende Frau Andrea „erst noch etwas trainieren“ will.

  Impressionen 5. Westerwald-Steig-Lauf 2015

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