Landesgrenze soll kein Hindernis für Radfahrer sein

„Wir wollen in der Region ein weiteres, herausragendes Angebot für Radfahrer bieten. Radfahrer interessieren sich nicht für Landesgrenzen, daher stimmen wir die Planungen grenzüberschreitend ab.“ erläuterte Bürgermeister Klaus Lütkefedder den Hintergrund des gemeinsamen Projektes bei der Vorstellung im Rathaus der Verbandsgemeinde Wallmerod.

Lückenschluss neue Radfahrbrücke über den Elbbach

Der Westerburger Verwaltungschef Gerhard Loos verwies auf die enge Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Wallmerod im Tourismusbereich unter der Überschrift „WällerLand“. Bürgermeister Michael Ruoff, Stadt Hadamar, ging darauf ein, dass der Lückenschluss mit der neuen Radfahrbrücke über den Elbbach, durch das ehemalige Kalkwerk Hadamar eine deutliche Verbesserung auch für die neue Radrunde bietet.

Der Bürgermeister der Gemeinde Dornburg Andreas Höfner hob die Radwegeführung in toller Landschaft hervor und erklärte, dass der Radweg auch zur Weiterentwicklung des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus beiträgt, etwa durch Anbindung des Geotops Ewiges Eis am Fuße des Blasiusberges. Horst Kaiser, Gemeinde Elz, informierte darüber, dass von den drei hessischen Gemeinden ein Zuschussantrag an das Land auf dem Weg ist. Sofern hier grünes Licht gegeben wird und die Gremien der Gesamtmaßnahme zustimmen, soll umgehend mit der Umsetzung begonnen werden.

Landesgrenze soll kein Hindernis für Radfahrer sein

Die Nassau Wäller Radrunde mit einer Gesamtlänge von 58 km führt von Westerburg über Wallmerod nach Elz, von dort über Hadamar und Dornburg wieder zurück nach Westerburg.

Dabei wird durch geschickte Lückenschlüsse unter Rückgriff auf im Wesentlichen bestehende Radwege sowohl auf der rheinland-pfälzischen, als auch auf der hessischen Seite eine Rundtour geschaffen, in die an jeder Stelle „eingestiegen“ werden kann.

Wie die fünf Bürgermeister mitteilten, seien die Planungen bereits in vollem Gange.

Ziel ist es, spätestens zu Beginn der Fahrradsaison 2016 den gemeinsamen Radweg eröffnen zu können. Sichtlich erfreut zeigt sich auch Jupp Trauth von hunsrückvelo. Der Spezialist für Radwegeplanungen in Rheinland-Pfalz und Hessen begrüßte die Initiative und sieht in der neuen Nassau-Wäller-Radrunde ein „attraktives Angebot, das zur weiteren Stärkung des Radtourismus beitragen kann.“ Es ist vorgesehen, mit der Eröffnung des Radweges auch eine entsprechende Karte bereit zu stellen, die auf die Sehenswürdigkeiten und weitere Radtouren hinweist. Auch werden Verlauf und Bewerbung im Internet z. B. unter radwanderland.de selbstverständlich sein.

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