Wanderer genießen den winterlichen Westerwald

Strahlend blauer Himmel, schneebedeckte Landschaften und knackig-kalte Temperaturen – der Westerwald präsentierte sich am Sonntag als wahres Wintermärchenland und lockte die Menschen in Scharen in den Stöffel-Park bei Enspel. Dort lagen Ausgangs- und Zielpunkt des ersten RZ-Winterwandertags, zu dem die Rheinzeitung , Westerwald Touristik-Service, RPR 1 und Stöffel-Park zusammen mit dem Westerwald-Verein eingeladen hatten. Mehr als 500 Wanderfreunde genossen die Bewegung an der frischen Luft in traumhafter Kulisse. So müsste der Winter immer sein, war dabei mehrfach zu hören.

Fünf Touren waren im Angebot

Die ersten Wanderer starteten um 9.30 Uhr mit dem Shuttle-Bus vom Stöffel-Park in Richtung Kloster Marienstatt. Von dort führte der circa 16 Kilometer lange Weg über Hachenburg und die Alpenroder Hütte in Richtung Enspel. Drei Reisebusse brachten die Menschen zum Startpunkt, die Route ab Marienstatt war mit rund 130 Teilnehmern die gefragteste Tour. Aber auch die kürzeren Routen konnten jeweils zwischen 80 und 110 Menschen begeistern. Insgesamt zählten Katrin Schneider vom Westerwald Touristik-Service und Martin Rudolph vom Stöffel-Park mehr als 500 Wanderer. „Über 300 Leute hatten sich schon vorab angemeldet“, berichtet Katrin Schneider erfreut. Der Rest entschied sich angesichts der tollen Witterung spontan, nach Enspel zu kommen.

Diese Entscheidung dürften die allermeisten Teilnehmer nicht bereut haben: Auch am Wiesensee, wo eine 13,5 Kilometer lange Tour begann, fanden sich zahlreiche Naturfreunde ein. Eine dritte Tour hatte ihren Ausgangspunkt im Wildpark Bad Marienberg. Sie führte über eine 10,5 Kilometer lange Strecke zurück nach Enspel. Die kürzeste Wanderung (circa acht Kilometer) begann an der Wied-Quelle bei Linden mit einem Zwischenstopp an der Alten Burg in Rotenhain.

Nicht zuletzt gab es eine Tour rund um den Stöffel-Park (zehn Kilometer), die ebenfalls an der Alten Burg des Vereins Historica Station machte. Dort wurde jeweils eine kleine Führung angeboten.

Fleißige Helfer im Hintergrund

Am frühen Nachmittag schließlich kehrten die Gruppen allesamt in den Basalt-Erlebnispark zurück. In der dortigen Nissenhalle gab es Getränke, Kuchen und regionale Spezialitäten für die hungrigen Wanderer. Die Organisatoren zeigten sich derweil zufrieden mit dem Verlauf. Das Anzünden vieler Kerzen vor Weihnachten habe sich gelohnt, sagte Christoph Hoopmann vom Westerwald Touristik-Service augenzwinkernd. Es war nach Meinung vieler Teilnehmer nicht nur der bislang beste Tag des Winters 2014/15, sondern vielleicht sogar das schönste Winterwetter seit einigen Jahren.

Die vielen Helfer im Hintergrund hatten jedenfalls ganze Arbeit geleistet: Schon am Samstag hatten sie begonnen, den Parkplatz am Stöffel-Park von den Neuschneemassen zu räumen. Am frühen Sonntagmorgen ging diese Arbeit weiter. Ob Wanderführer, Busfahrer oder auch die Bedienungen im Park – sie alle leisteten ihren Beitrag zum reibungslosen Ablauf eines wunderschönen Tags. (Text:Thorsten Ferdinand)

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